'Über Trieb, Begehren und Geniessen' -
Annäherungen an den Triebbegriff aus Lacanscher Sicht
Zwei Vorträge von Raymond Borens, Basel
Lacan gilt als der Analytiker der Sprache. Diese Sicht entspricht nicht ganz der Wahrheit; der späte (aber nicht nur der späte Lacan: der Körper stand für ihn immer zumindest gleichwertig mit der Sprache im Mittelpunkt) Lacan wendet sich mehr und mehr dem Realen, also dem, was sich der Sprache entzieht, zu. Damit gerät das sprachlich determinierte Begehren etwas in den Hintergrund zu Gunsten der Ursache dieses Begehrens, die triebbedingt ist. Welche Auswirkungen diese "Wende" zum Trieb auf Theorie und Technik der Kur hat, wird anhand von einigen Texten und mit klinischen Belegen illustriert und vertieft.
Raymond Borens, Dr. med. Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Geb. in Luxembourg, Studium in Paris, Ausbildung zum Psychoanalytiker in Zürich und Paris. Ordentliches Mitglied, Lehranalytiker und Supervisor der SGPsa. Mitherausgeber der Zeitschrift Riss und wissenschaftlicher Beirat des Jahrbuches für Psychoanalyse. Bis 2009 in eigener Praxis tätig. Zahlreiche Publikationen in deutscher und französischer Sprache. Profunder Kenner von Lacan und der französischen Psychoanalyse.
Daten: Mittwoch, 17. und 31. März 2010, jeweils 20:00 Uhr
Ort: Alte Hofschule St. Leodegar
St. Leodegar-Strasse 15, 6006 Luzern
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